Programm 2012/ WEISSENSEE - SERIELL ERZÄHLTE DDR-GESCHICHTE

 

WEISSENSEE - Seriell erzählte DDR-Geschichte
Saal 2, 09:45 - 11:00 Uhr

 

WERKSTATTGESPRÄCH ZUR ARD-SERIE

Romeo und Julia in der DDR im Jahr 1980 – so wird der erzählerische Ansatz der Serie in zahlreichen Rezensionen treffend beschrieben. Martin (Florian Lukas), Volkspolizist und Sprössling einer Stasi-Familie, verliebt sich in Julia (Hannah Herzsprung), die Tochter der systemkritischen Liedermacherin Dunja Hausmann (KatrinSass). Was beide nicht ahnen: Dunja ist die Jugendliebe von Martins Vater Hans (Uwe Kokisch), einem hohen MFS-Funktionär. Dessen zweiter Sohn Falk (Jörg Hartmann) ist ebenfalls bei der Stasi, will dort mit allen Mitteln weiter nach oben, kämpft aber auch um die Liebe und Anerkennung seines Vaters. Als Hans und Falk von Martins neuer Liebe Wind bekommen, eskalieren die Konflikte in beiden Familien…

Nach der erfolgreichen Ausstrahlung der ersten Staffel dieser preisgekrönten Serie und kurz nach der Produktion der zweiten soll ein Einblick in den Entstehungsprozess ermöglicht werden. Zusammen mit der Autorin Annette Hess und dem Produzenten Marc Müller-Kaldenberg wollen wir unter anderem folgenden Fragen nachgehen: Auf welche Weise hat man sich der Herausforderung, jüngere DDR-Geschichte möglichst authentisch und klischeefrei zu schildern, gestellt? Wie gelang es, die handelnden Figuren trotz Stasi-Verstrickung mehrdimensional und gar empathietauglich anzulegen? Wie wurde dramaturgisch mit der romanhaften Struktur bzw. der ausschließlich fortlaufenden Handlungumgegangen? Haben Genrekonventionen, Programmplatz und Zuschauererwartungen in der Stoffentwicklung eine tragende Rolle gespielt? Und könnte „Weissensee“ ambitionierten deutschen TV-Serien den Weg in die Prime Time ebnen?

 

GÄSTE:
Annette Hess (Autorin)
Marc Müller-Kaldenberg (Produzent, ZIEGLER FILM)

MODERATION:
Gunther Eschke (Dramaturg, VeDRA)

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