Programm 2012/ DIE BORGIAS

 

Die Borgias - Vom Exotismus des Historischen: die beiden TV-Borgia-Serien im Vergleich
Saal 2, 14:15 - 15:30 Uhr

 

WERKSTATTGESPRÄCH

Historische Themen laufen nicht nur im Kino gut. In der jüngsten Vergangenheit gab es auch auf dem Fernsehbildschirm mehrere erfolgreiche Beispiele historischer Fiktion. Neben „Rom“ (RTL 2), den „Tudors“ (arte, PRO7), „Spartacus. Blood and Sand“ (PRO7) oder auch „Downtown Abbey“ (ITV, Sky) zählen auch die beiden Serien „Borgia“ (ZDF) und „Die Borgias. Sex, Macht, Mord, Amen“ (PRO7) dazu. Das Interessante an den beiden Serien ist nicht nur die fast zeitgleiche Ausstrahlung im deutschen Fernsehen, sondern auch der unterschiedliche Produktionshintergrund. Anhand eines historischen Themas lassen sich hier unterschiedliche dramaturgische Ansätze ablesen und im Kontext öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Programmgestaltung diskutieren. Dabei geht es sowohl um die Wandlung von Erzählformen, als auch um die Differenzen in der Charakterentwicklung. Nicht zuletzt stellt sich dabei auch die Frage nach der Herkunft und der Faszination des historischen Exotismus, der eine Formel für den Zuschauererfolg zu sein scheint. Doch in welchem Verhältnis stehen hier historische Authentizität und fiktionale Gestaltung? Mit welchen dramaturgischen Stilmitteln wird Authentizität vermittelt und propagiert? Und welcher Reiz liegt in der fiktionalen Historisierung einer Institution, deren Kontinuität bis heute andauert? Mit ganz unterschiedlichen Gesprächspartnern und anhand exemplarischer Filmszenen werden Dramaturgie und Inszenierung der beiden TV-Serien Gegenstand dieses Panels sein.

 

GÄSTE:
Prof. Dr. Lothar Mikos (Fernsehwissenschaftler, HFF Potsdam-Babelsberg)
Dr. Ferdinand Dohna (Produzent, EOS Entertainment)
Stefan Förner (Filmbeauftragter, Erzdiözese Berlin)

MODERATION:
Dr. Enrico Wolf (Dramaturg, VeDRA)
Egbert van Wyngaarden (Dramaturg, VeDRA)

Zurück zum Programm