Gäste 2012/ Zag, Roland

Kurzvita:

Roland Zag, geboren am 10.11.1958 in Heidenheim/Brenz. Ab 1977 Studium der Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Philosophie an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Magister artium 1982. Seit 1986 zahlreiche Dokumentarfilme für Kino und Fernsehen, überwiegend in Verbindung mit filmischen, musikalischen und literarischen Themen. Seit 1993 Geschäftsführer der MEDIAS RES Film- und Fernsehproduktion GmbH. Seit 2001 Lektor, Dramaturg und Story-Doctor. Entwicklung und wissenschaftliche Ausarbeitung der dramaturgischen Theorie »The Human Factor«. Seit 2004 Drehbuchberatung, Script Doctoring und Stoffentwicklung für Kino und Fernsehen. 2005 erscheint »Der Publikumsvertrag. Emotionales Drehbuchschreiben mit ‚the human factor’.« (2.Auflage 2010). Roland Zag unterrichtet an der Masterschool Berlin, Filmhaus Köln, Macromedia Fachhochschule München, Hamburg Media School, Filmschule Hamburg-Berlin, Drehbuchforum Wien, u.a.

Die Ausnahme und die Regel - Dramaturgie jenseits des Standards
Saal 3, 09:45 - 11:00 Uhr

Die klassische Drehbuchtheorie geht von fixen dramaturgischen Grundannahmen aus: Hauptfigur / Antagonist / äußeres Ziel / Drei-Akt-Struktur usw. Anhand aktueller und z.B. sehr erfolgreicher Filme soll gezeigt werden, dass dieses Modell im Kino nicht mehr den Regelfall beschreibt. Hervorragende Filme wie „Ziemlich beste Freunde“, „Die eiserne Lady“ „Shame“, „Nader und Simin“, „Contagion“, „Das weiße Band“, „Alle anderen“, „Little Miss Sunshine“ ua. beweisen, dass alte dramaturgischen Regeln nicht nur im Arthouse-Bereich immer mehr an Gültigkeit verlieren.

VORTRAG MIT FILMBEISPIELEN

 

Moderation: Roland Zag (Dramaturg, VeDRA)

 

Megaseller made in Germany: Zur Verfilmung des Romans "Der Medicus"
Saal 1, 14:15 - 15:30 Uhr

Seit Beginn des Jahres arbeitet der Regisseur Philipp Stölzl an einer der aufwändigsten, teuersten und prestigeträchtigsten Literaturverfilmung des Deutschen Kinos: "Der Medicus" von Noah Gordon wird (endlich) verfilmt. Voraussetzung dazu war allerdings ein dramaturgisch enorm risikoreicher Prozess der Verdichtung, "Eindampfung" und sogar teilweisen Neugestaltung. Denn Jan Berger, der Autor, sah sich einer Flut von Schauplätzen, Personen und Handlungssträngen gegenüber. Da half nur eins: radikale Reduktion. Die Veranstaltung soll nachvollziehen, wie man dabei vorgegangen ist.

CASE STUDY

 

Moderation: Roland Zag (Dramaturg, VeDRA)
Gäste: Jan Berger (Autor)
  Philipp Stölzl (Regisseur)
  Christoph Müller (Co-Executive Producer)