Programm 2011 / Silberlocken

Nur noch Silberlocken im Kinosaal? Erzählen für ältere Zuschauer
Saal 2, 10.30 - 11.45 Uhr

 

PODIUMSDISKUSSION

Der Erfolg vieler deutscher Filme wie „Kirschblüten“, „Das Ende ist mein Anfang“, „Satte Farben vor schwarz“ hat vor allem einen Motor: die neue Kinobegeisterung der Ü50-Zuschauer. In den vergangenen zehn Jahren gab es in diesen Altersgruppen deutliche Anstiege, während die gesamten Besucherzahlen zurückgehen: Im Vergleich zu 2001 lösten die 50- bis 59-Jährigen im vergangenen Jahr 17 und die Generation 60+ sogar 62 Prozent mehr Tickets. Fast jeder fünfte Kinobesucher gehört inzwischen zu dieser Gruppe.
Gleichzeitig sind viele Filmemacher jünger und scheinen auch entsprechend erzählen zu wollen, wobei das oft anvisierte jüngere Publikum immer weniger Zeit im Kino verbringt. Es erscheint also sinnvoll und notwendig, beim Schreiben und Gestalten von Stoffen an ein deutlich älteres Publikum zu denken als es bisher weitgehend üblich war. Doch wie kann angemessen für diese treuen oder sogar neuen Zuschauer erzählt werden? Welche erwachsenen Themen wollen sie in welcher Form sehen? Welche dramaturgischen Schlussfolgerungen lassen sich aus dem dahinter stehenden Kinoverhalten ziehen? Darüber wollen wir mit dem Autoren Felix zu Knyphausen (Koautor „Satte Farben vor Schwarz“), dem Verleiher Alexandre Dupont-Geisselmann von Farbfilm und dem Kinobesitzer Matthias Elwardt (Abaton, Hamburg) diskutieren.

 

GÄSTE:
Felix zu Knyphausen (SATTE FARBEN VOR SCHWARZ, Buch, zusammen mit Regisseurin Sophie Heldman)
Sophie Heldman (SATTE FARBEN VOR SCHWARZ, Regie / Buch)
Matthias Elwardt (Kinobetreiber, Abaton Hamburg)
Alexandre Dupont Geisselmann (Farbfilm Verleih)

Diskussionsleitung und Einführungsvortrag:
Norbert Maass (Dramaturg, International Script and Sales Company, VeDRA)

 

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