Teilnehmerstimmen 2010

Auf verschiedensten Wegen hat uns Feedback zu FilmStoffEntwicklung 2010 erreicht:

Über das auf dem Tag der Dramaturgie ausgelegte Gästebuch, Einträge auf unserer website, Facebook-Statements sowie Rückmeldungen per Email und analoger Post.

Wir haben hier die Teilnehmerstimmen zur besseren Orientierung Themenbereichen / Einzelveranstaltungen zugeordnet.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, die sich zu FilmStoffEntwicklung geäußert haben und so Anregungen für Verbesserungen, Mut für einen neuen Tag der Dramaturgie im nächsten Jahr und wertvolle Rückmeldungen beigesteuert haben.

 

 

Teilnehmerstimmen zu FilmStoffEntwicklung 2010 allgemein

 

Sehr schöne Veranstaltung, der weite Weg hat sich gelohnt

Vielen Dank für eine sehr gut organisierte und informative Tagung.

Hoffe sehr auf die Wiederholung dieser Veranstaltung nächstes Jahr!

Nächstes Jahr the same procedure, bitte!!!

Gerne breiter gefächert in den Themen, weniger reine Dramaturgie, mehr Praxisbezogenheit.

Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen und ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wiederkommen. Die Räumlichkeiten fand ich ideal - zentral und genügend Platz für alle und "kinoartig" der Kleistsaal.

Die Veranstaltung war klasse, das Programm so spannend, dass es schwerfiel, sich für eine der je drei Veranstaltungen zu entscheiden. Fürs nächste Mal wünsche ich mir, dass auf den Namensschildern auch die Firma aufgedruckt wird sofern vorhanden.

Herzlichen Dank an Euch alle für die sehr ansprechende und professionelle Veranstaltung. Die viele Arbeit von Euch hat sich wirklich gelohnt!

Da ich weiß, was es für eine enorme Arbeit ist, so einen Tag auf die Beine zu stellen, möchte ich Euch im Nachhinein noch einmal beglückwünschen zu Eurer großen Mühe und den guten Ideen, die Ihr dazu hattet. (...) Ich fand die Themen gut und nah am "Zeitgeist", Eure Einstiegsreden und Moderationen waren für mich knapp und pointiert gesetzt. So einen Tag zu organisieren und ihn noch zu moderieren, uh, das ist einiges.

Als wir pünktlich zum Start des Tages in der Urania ankamen, war leider das Seminar, was wir gerne besucht hätten, hoffnungslos überfüllt.(...) Leider waren wir alle von dem Tag mehr enttäuscht als begeistert – zumal wir aus Hamburg angereist sind und damit Geld und Zeit investierten. Die Veranstaltung schien nicht sehr gut organisiert und die Leute wenig geschult. Die Kritik ist konstruktiv gemeint, sie birgt sicherlich die Möglichkeit sich nächstes Jahr zu verbessern.

Ich fand die Podiumsdiskussionen etwas unaufregend, da sie sich häufig in ein Gespräch unter Freunden oder Insidern entwickeln, bzw. etwas uninspiriert vor sich hinplätschern. Spannender finde ich es, wenn ein Experte zu seinem Thema einen vorbereiten Vortrag hält. Die Arbeit in kleineren Gruppen hat mir Spaß gemacht.

Ich fand den Tag sehr gelungen. Die Location ist gut, die Atmosphäre war es auch und die Informationsdichte war hoch und abwechlungsreich. Mich haben besonders die Überschneidungen zu kommerziellen Themen interessiert. (...) Das einzige, was ich mir für nächstes Jahr wünschen könnte wären zwei Tage statt einem, um das Programm etwas zu entzerren, und mehr Raum für's Kontakte knüpfen zu haben.

Das war eine schöne Veranstaltung: interessante Themen, gut organisiert, netter Veranstaltungsort. Prima! Inhaltlich möchte ich anmerken, dass mich die Themenvielfalt sehr angetan hat, mir aber eher die Berichte der Praktiker ("Wüstenblume", "Goethe") etwas gebracht haben als die theoretischen Veranstaltungen (...) Insgesamt trotzdem alles gut und ich komme gerne wieder!

Es war ein wunderbarer Tag und ich habe sehr viel gelernt und für mich mitgenommen. Lediglich zum Timing muss ich sagen, dass einige nicht konnten wegen Buchmesse/Fernsehpreis oder Herbstferien. Der Veranstaltungsort und die Organisation waren sensationell. Eventuell könnte die Urania zu den Stoßzeiten etwas zügiger Getränke verkaufen.

Insgesamt eine sinnvolle und gelungene Veranstaltung. Weiter so...! (...) Es wäre in einigen Fällen wünschenswert gewesen, wenn die Referenten mit einer genaueren Vorstellung davon, was sie eigentlich vermittelt wollen, in die Gespräche gingen, anstatt lediglich den Fragen der Moderation zur Verfügung zu stehen. Ansonsten: Herzlichen Dank für das Engagement ein solches Event überhaupt ins Leben zu rufen!!

Ich denke, die einzelnen Veranstaltungen könnten ausführlicher sein, es wäre nicht schlecht, wenn man sich auf einige wenige Themen konzentrierte, sich mehr Zeit nehmen würde, für die Vorbereitung, aber auch die Veranstaltung selbst. So hatte es teilweise einen Häppchencharakter. Dazu kommt, die Pausen waren zu kurz, die Räume klein und stickig und ich wünschte mir am Schluss einen Empfang oder eine andere Möglichkeit sich noch zu treffen. Aber davon abgesehen: sehr interessant, inspirierend,  gute Atmosphäre, freue mich auf  mehr davon!

Es waren etwas zu viele Veranstaltungen, man kann kaum mehr als dreien aufmerksam folgen. Vier waren zu viel, zumal es nur kurze Pausen dazwischen gab. Im Abendprogramm sollte deshalb etwas Entspannendes angeboten werden (Filmanalyse, Drehbuchlesung, Film) oder gar nichts mehr. Schade war auch, dass manche interessante Veranstaltungen parallel gelaufen sind. (...) Ansonsten fand ich die Angebote sehr spannend und hoffe, es gibt im nächsten Jahr eine ähnliche Veranstaltung.

Erstmal ein herzliches Dankeschön für das Organisieren und die zahlreichen, unterschiedlichen Vorträge, die den Tag so bunt gemacht haben. Diese Auswahl hat die Wahl nach dem interessantesten Seminar sehr schwierig gemacht. Um so mehr blick ich gespannt auf die Veröffentlichung der Podcasts dieser Tagung entgegen Ich empfinde den ganzen Tag als sehr gelungen und freue mich jetzt schon auf die nächste VeDra-Tagung.

Zuerst möchte ich Ihnen danken für die insgesamt gelungene Veranstaltung. Ich bin zwar erschöpft, aber auch angeregt nach Hause gegangen. Zur Organisation:  Die Veranstaltungen in den beiden kleineren Nebensälen, die ich besuchte (ambivalente Charaktere, horizontal und vertikale Strukturen, Neue Dramaturgien), waren naturgemäß gut besucht, aber es war auch zu wenig Platz und schlechte Luft. Vielleicht wäre es besser, wenn man sich zuvor zu bestimmten Veranstaltungen entscheiden muss und Sie somit einfacher den Andrang steuern können.

Ich war insgesamt zufrieden mit der Veranstaltung, hätte mir aber in dem einen oder anderen Modul (so zB. auch bei "Ambivalente Hauptfiguren in der Fernsehserie") gewünscht, dass die Podiums-Teilnehmer nicht nur aus den Reihen der Dramaturgen kommen. Im o.g. Fall hätte ich es zum Beispiel sinnvoll gefunden, wenn auch ein Redakteur teilgenommen hätte. Ansonsten war es ein inspirierender Tag und ich bedanke mich für die Organisation.

Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass ich alle Veranstaltungen interessant fand und eine Entscheidung zu welcher ich gehe teilweise schwierig zu treffen war. Diese Entscheidung wurde dann aber durch die Überfüllung der einen oder  anderen Angebote erleichtert. (...) Insgesamt ein rundum gelungener Tag der Weiterbildung. (...) Und der Ort URANIA war auch sehr gut gewählt: alles unter einem Dach, kurze Wege und alles beieinander, sehr gut. Fazit: ich bin gespannt auf das Angebot im nächsten Jahr und werde bestimmt wieder dabei sein.

Ich hatte mich auf einige Veranstaltungen sehr gefreut und war dann von den Gästen auch jeweils angetan. [...] Das nächste mal bitte professionellere Moderatoren, die Fragen stellen, die etwas mit dem Thema zu tun haben und die besser vorbereitet sind.

Die Idee ist gut, die Titel der Veranstaltungen klangen allesamt interessant, die Gästeliste auch. Leider sah die Realität ärgerlich anders aus. Besonders auf dem Podium schien es, als wären die geladenen Gäste entweder extrem schlecht vorbereitet oder vielleicht einfach die Falschen.

Informativ, aktuell, individuell: so lautet meine Zusammenfassung der Tagung. Ich war bei fünf Veranstaltungen, vier davon waren sehr erhellend und haben Spaß gemacht.

Vielen Dank für die insgesamt sehr interessante und professionelle Veranstaltung. Ich konnte für meine weitere Arbeit als Autorin viele Anregungen mitnehmen. Vor allem habe ich einen vielfältigen Eindruck in die Stoffentwicklung konkreter und - das ist besonders hervorzuheben - aktueller Kino-Projekte wie Goethe! usw. gewonnen. Auf alle Fälle werde ich im nächsten Jahr wieder dabei sein.

 

 

Themenvorschläge für FilmStoffEntwicklung 2011

 

Ein Treff mit Produzenten/Redakteuren und ein Austausch über den Schreibprozess von Serien, Fernsehfilmen wäre nicht schlecht.

Ein Austausch über kreative Techniken und Organisation von kreativen Inhalten neben Veranstaltungen zu "kreativen Figurenentwicklung" könnte ein Thema für die nächste Tagung sein.

Es wäre sicher mal gut für Produzenten und Regisseure eine Veranstaltung zu machen. Figuren der Geschichte und wie eine Geschichte daraus wird.

Mein Vorschlag wäre es, auch Vorträge anzubieten, bei denen ein Filmemacher/Regisseur, etc. zum Beispiel einen vorher vorbereiteten Vortrag hält und dann diskutiert wird. Die Moderationen waren teils nicht zufriedenstellend und die Gäste kamen zu wenig zu Wort. Darüber hinaus würde ich vorschlagen, statt über Drehbücher, (was aber auch sehr interessant war!) über aktuelle, deutschsprachige Kinofilme zu diskutieren - weil es dort für den Zuhörer einfacher ist zu folgen (Das Drehbuch hat man vorher eben nicht gelesen). Meine Themenvorschläge wären: Telenovelas. Jetzt, da "Sturm der Liebe" ausgezeichnet wurde, ist Telenovela für mich aktueller denn je. Es könnte auch eine längst abgelaufene Telenovela wie "Wege zum Glück" diskutiert werden. Es geht um die Struktur, Anforderungen, Zuschauerschaft, etc. dieses Mediums. Thema 2: Tatort. Das Thema Tatort ist einfach ein Dauerbrenner. Man könnte es auch erweitern auf "Kriminalfilm als Genre". Noch mehr Veranstaltungen zum Thema Drehbuchschreiben, Struktur, etc. wären schön.

Zuletzt noch einen inhaltlichen Verbesserungsvorschlag. Unserer Ansicht nach waren die Diskussionen und Themen zu wenig kontrovers.

 

Intuitive Techniken der Charakterfindung

 

"Intuitive Charakterfindung" und "Chancen für WebTV" fand ich die besten Veranstaltungen an denen ich teilgenommen hab.

Zu „Psychologie der Figuren“: Ganz kurzweilig, der Vortrag mit Praxis-Übung. Eine Traumreise, davor einige Übungen aus der Progressiven Relaxation. Und im Alphazustand sollte dann jeder für sich mit seinen Hauptfiguren kommunizieren. Der Figur als Kind Fragen stellen wie: / Wovor hast Du Angst? Was tust Du, wenn Du Angst hast? Oder: Worüber freust Du Dich? Wieder zurück im langwelligen Zustand wurden die Erfahrungen ausgetauscht. Das war nun ja, ganz nett, allerdings auch nicht mehr.

Dann gab es noch ein bisschen Psychologie-Info und ein bisschen was zur Drehbuchaufstellung. Fazit: nichts Welt bewegend Neues (zumal für diejenigen, die sich mit Hirnforschung oder Psychologie befasst haben)

 

Vom Sachbuch zum Film | Wohin mit Vater?

 

Vom Sachbuch zum Film" war gut und informativ, weil die Gäste mit Struktur vorgetragen haben.

Sehr sympathisch berichtete Laila  Stieler in „Vom Sachbuch zum Film – WOHIN MIT VATER?“, wie die Fiktionalisierung eines Sachbuchs gelingt. Ihre Anregungen, die sich auf ähnliche Vorhaben gut übertragen lassen, illustrierte sie an ausgewählten Sachbuchpassagen und entsprechenden Filmszenen. Sehr kurzweilig und lehrreich.  

 

Neue Dramaturgien

 

Inspirierend und von leichter Hand moderiert.

Am besten hat mir die Veranstaltung mit Andre Georgi gefallen. Hier werde ich jetzt einmal selbst weiterdenken und lesen.

Georg Andre ́s Vortrag hat mir persönlich am meisten gebracht, aber das sieht ja jeder wahrscheinlich auch anders.

"Neue Dramaturgien", gab einen guten Überblick und glänzte durch eine hervorragende, super vorbereitete und intelligente Moderation.

 

Web-TV | Chancen und Herausforderungen

 

Mehr interaktive/transmediale Dramaturgie wäre schön gewesen. 1 1/2 Std. für dieses Thema war doch sehr kurz

Interessant und erfrischend lebendig war eine einzige Diskussion, die über Web- TV, die Märkte der Zukunft, über Werbekunden und ihre Forderungen, über die Förderung und Mischfinanzierungen. Hatte zwar nicht viel mit Dramaturgie zu tun- gut so, vielleicht, denn so blieb es einmal an diesem Tag konkret, informativ und frei von Kaffeekränzchen Atmosphäre.

Die „Web-TV“-Veranstaltung überraschte angenehm nicht nur durch das bestens zusammengestellte Panel und die kundige Moderatorin Angela Heuser, sondern durch die Schwerpunktsetzung auf Geschäftsmodelle/Distribution statt auf Dramaturgie. So verlief die Diskussion rasant und bot Einblicke aus unterschiedlichen Perspektiven. Sehr dicht, sehr spannend.

 

Vom Bestseller zum Film | Wüstenblume

 

Inspirierend und von leichter Hand moderiert.

Gelohnt hat es sicherlich auch "Namen" wie Sherry Hormann einzuladen, die sehr interessant vom Entwicklungsprozess von "Wüstenblume" erzählen konnte.

Hier fanden wir nicht nur Platz, sondern auch einen tollen Vortrag von Sherry Hormann (die Moderatorin war allerdings schlecht vorbereitet und Sherry ließ sie öfters auflaufen) Nach dem spannenden Vortrag von Sherry Hormann ging es leider enttäuschend weiter.

Ausgesprochen positiv bleibt mir die Moderation und das Gespräch der Blöcke zu "Wüstenblume" und "Goethe" in Erinnerung.

Vom Bestseller zum Film:'Wüstenblume' schrammte auch wegen mangelnder Vorbereitung des Moderators haarscharf am Thema vorbei und nur die persönlichen Erzählungen von Frau Hormann machten diesen Mangel wett.

Die Vorträge zu konkreten Filmen waren ebenfalls sehr interessant und inspirierend, z.B. Wüstenblume und Goethe!.

Die Berichte "Wüstenblume" und "Goethe", die ja hauptsächlich von den Machern einen Eindruck gaben, zeigten lediglich das ziemlich dürre Wissen um filmdramaturgische Gesetze.  Und dass man halt nicht nur eine interessante Figur (uihh, hat aber sooo viel erlebt) braucht, sondern auch eine verdichtete Geschichte. Ein Prozess, der einfach zu lange dauert.

 

Animation und Filmdramaturgie | Das Sandmännchen

 

Die kleineren Veranstaltungen, die Paneldiskussionen mit Filmausschnitten Lust auf die Filme. („Sandmännchen“, „Die Hochstapler“)

 

Vom Dokumentarfilm zum Kinofilm | So glücklich war ich noch nie

 

„Vom Dokumentar- zum Kinofilm - von "Die Hochstapler" zu "So glücklich war ich noch nie“ blieb auf dem Niveau einer Veranstaltung in der Volkshochschule. Erkenntnisse wie ‚der Dokumentarfilm hat mehrere Hochstapler als Protagonisten, beim Spielfilm wurden verschiedene Täter zu einer Person gemacht’ - aha!

 

Von der Biografie zum Kinofilm | Goethe! 

 

Von den drei Veranstaltungen, an denen ich teilnahm - von der Biographie zum Kinofilm - Goethe!; wie erzählt man Liebe - die Romantic Comedy; Das Drehbuchquartett - war nur Goethe! "unterhaltsam". Für Drehbuchautoren allerdings eine heikle Angelegenheit wenn ein Produzent und ein - Zitat: 'arroganter' Praktikant das Drehbuch schreiben. Die Mitarbeit des Regisseurs macht Sinn. Wirklich mitgenommen habe ich eine Bemerkung von Roland Zag, wie Liebe zum Ausdruck kommt, und das hätte eine schöne Überleitung zur Romantic Comedy sein können.

 

Dramatisierte Wirklichkeit | Dramaturgische Arbeit im Dokumentarfilm

 

Die "Dramatisierte Wirklichkeit" war gut und informativ, weil die Gäste mit Struktur vorgetragen haben bzw. ich anhand ihrer Arbeitsweise gesehen habe wie man z.B. das Gefüge und die Form eines Dokumentarfilmes plant. Großes Kompliment an die Editorin Gesa Marten!

„Dramatisierte Wirklichkeit“ lieferte einen Crash-Kurs durch die Potenziale und greifbaren Ergebnisse professioneller dramaturgischer Beratung mit schönen Beispielen.

Sehr gut gelungen fand ich "Dramatisierte Wirklichkeit" im Einstein Saal. Ich habe die ganze Zeit stehen müssen, da viele Interessierte keinen Platz fanden.

 

Ambivalente Hauptfiguren in der Fernsehserie

 

Das Einzige, was ich dachte, ist, dass es bei den bösen Charakteren von Serien sowie bei der Drehbuchbesprechung angenehm gewesen wäre, die Panelteilnehmer wären aufeinander eingestimmt gewesen. Bei der Serie war es ja so, dass alle Beteiligten mit Ihrer enormen Erfahrung eigentlich Substantielleres hätten sagen können, wenn die Aspekte nicht so durcheinander gewesen wäre.

Die einzige Veranstaltung, die mich nicht überzeugt hat war "Ambivalente Hauptfiguren in TV-Serien". Die fand ich irgendwie unzureichend ausgearbeitet.

Ich fand die Seminare zu den ambivalenten Serienfiguren und Seriendramaturgie super. Diesen Vorträgen hätte man wahrscheinlich nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich mehr Kapazität einräumen müssen.

Ich [...]  hätte mir aber in dem einen oder anderen Modul (so zB. auch bei "Ambivalente Hauptfiguren in der Fernsehserie") gewünscht, dass die Podiums-Teilnehmer nicht nur aus den Reihen der Dramaturgen kommen. Im o.g. Fall hätte ich es zum Beispiel sinnvoll gefunden, wenn auch ein Redakteur teilgenommen hätte.

 

Wie erzählt man Liebe? | Die Romantic Comedy

 

Das Seminar „Wie erzählt man Liebe“ schien zunächst interessant. Der Moderator hatte die Diskussion leider nicht im Griff und das Gespräch der Autoren driftete ab. Es ging um Insider und Filme, die dem Publikum nichts sagten

Die RomCom-Veranstaltung war etwas lau...ich habe dort einen roten Faden und mehr Tiefe in der Konversation vermisst.

Ich hoffte auf qualifizierte Anregungen wie Liebe zu erzählen ist - (ein hervorragendes Thema) -, um dann genervt von den Autoren, z.B. : in Freude darüber, was man in der eigenen Küche oder wo auch immer in Sachen Beziehung so erlebt, dann in ein Drehbuch schreiben zu dürfen und sogar auf der Leinwand zu sehen...(das Thema der autobiographischen Züge in Drehbüchern und der Umgang damit wäre ja schon allein eine Veranstaltung wert) und enttäuscht von der Moderation die Veranstaltung zu verlassen.

Oder wie erklärt sich, dass bei einer Veranstaltung mit dem Titel“ Wie erzählt man Liebe? Die Romantic Comedy“ genau auf diese (Titel)- Frage so Aussage kräftige Antworten wie „das weiß ich auch nicht, Liebe kann man nicht erzählen, nur Beziehungen“ kamen? Dann wechselte der Moderator schnell zu genrespezifischen Fachfragen „Wie schreibt ihr denn, alleine oder zu zweit? (zu zweit ist besser bei einer Komödie, da kann man die Witze testen, hahaha) und „was habt ihr in der Zukunft so vor?“

„Wie erzählt man Liebe?“ geriet leider zu einer harmlosen Plauderei, anstatt den Fragen aus dem Ankündigungstext analytisch und praktisch nachzuspüren, die da hießen: Warum erzählen deutsche Filme meist dramatisch vom Scheitern statt vom Gelingen der Liebesbeziehungen? Welchen Kriterien müssen Figuren für eine glaubwürdige filmische Liebe erfüllen? Eine bessere Vorbereitung des Moderators hätte sicherlich mehr aus den interessanten Panel-Gästen herausgeholt. Wunderbar waren dennoch die trockenenen Repliken von Micha Lewinsky.

 

Frische Brise | Küstenwache

 

Die "Frische Brise: Modernisierung einer deutschen Serie" passte zum Anspruch der Tagung, nämlich der Aktualität. Der "Tag der Dramaturgie" findet ja nicht im luftleeren Raum statt, sondern soll ja so nah wie möglich an der TV- und Filmrealität sein (so habe ich zumindest den "Tag d. Dr." verstanden). Also: mehr vom frischen Wind!

 

Wie wirkt Film? | Der Realtime-Cinema-Responsetest am Beispiel von Gisberta

 

Zum Schluss ließ in „Wie wirkt Film?“ der Echtzeit-Response-Test die Möglichkeiten und Grenzen quantitativer Rezeptionsforschung erkennen. So spannend die technische Apparatur und die Mess-Ergebnisse auch anmuteten, so unvollkommen wirkte das Forschungsdesign. Dank reichlich unpräziser, weit auslegbarer Fragen an die Probanden sind valide Ergebnisse kaum zu erwarten. Zurecht bemängelten einige Teilnehmer, dass die laufende Selbstreflexion während des Screenings die emotionale Bindung ans Filmgeschehen hemmt – doch galt es, gerade diese zu messen. Deshalb sollten die Forscher ihre Methode dahingehend überprüfen, WAS sie überhaupt erfasst. Es bleibt spannend!

 

Das Drehbuch-Quartett

 

Das Drehbuchquartett war ein gescheitertes Experiment, was es aber wert war zu wagen und deshalb wieder probiert werden sollte.

Bei der Drehbuchbesprechung war es einfach doof, dass alle damit begannen, dass sie eigentlich nicht vorbereitet waren. Aber dafür könnt Ihr ja nichts.

Schlecht vorbereitete, mundfaule Gäste beim Drehbuch-Quartett! Die Idee war gut, aber bei der Auswahl der Gäste hat es (z.T.) gehapert. Oder war die Vorbereitung zu kurz, die Vorgaben diffus? Wie individuell auch immer die Schwächen waren: die Vortragenden und die Gäste sollten sich klar machen, dass die Leute/Besucher der Tagung Eintrittsgeld bezahlt haben. Ein Lob an die Moderatorin, die die ersten zähen 20 Minuten tapfer überstand und mit ihr die Gäste im Saal.

Das Drehbuchquartett war mehr eine Werbeveranstaltung von Fred Breinersdorfer für die Anerkennung von Drehbüchern als Literaturgattung (ein extrem begrüßenswertes Unterfangen!) - wünschenswert wäre gewesen: eine kurze Synopsis der zu besprechenden Bücher, gelesene Ausschnitte (von Schauspielern), um eine Idee von der "Schreibart" des jeweiligen Autoren zu bekommen, als Grundlage einer Diskussion.

Sehr interessant das Drehbuch-Quartett (herrlich die sperrige Sylke Enders), bei dem es u.a. auch über die Veröffentlichung von Drehbüchern ging, was lobenswerter Weise die Akademie jetzt mit einigen Beispielen begonnen hat.

 

Horizontales und vertikales Erzählen in der Fernsehserie

 

„Horizontales und vertikales Erzählen in der Fernsehserie" war interessant, besonders weil die Bedürfnisse der öffentlich-rechtlichen Sender transparent gemacht wurden.