Programm 2010 / Sandmännchen

VON DER STUMMEN ZUR SPRECHENDEN FIGUR: "DAS SANDMÄNNCHEN" IM KINO
Einstein-Saal, 12.00 - 13.15 Uhr

 

Case Study

 

Das Entwickeln und Produzieren von Animationsfilmen stellt besondere Anforderungen an Autoren wie Dramaturgen. Die technischen Aspekte werden viel früher in die Drehbuchentwicklung mit einbezogen. Ab einem gewissen Zeitpunkt des langwierigen Prozesses sind dramaturgische Änderungen aus technischen Gründen so gut wie ausgeschlossen. Aufgrund der hohen Herstellungskosten muss zudem für ein größtmögliches Publikum geschrieben werden. Dafür sind Erzählformen möglich, die der Phantasie aufgrund der völlig selbst gestalteten Welten großen Freiraum lassen.

In ganz besonderem Maße galt das alles für den ersten deutschen abendfüllenden Puppentrickfilm, der in einer Mischung aus Stop-Motion-Technik, CGI und Realfilm hergestellt wurde: „Das SandmännchenAbenteuer im Traumland“. Bei der filmischen Bearbeitung der TV-Kultfigur wurde eine seit Jahrzehnten stumme Figur plötzlich zum sprechenden Charakter. Worin bestand hier die spezifische dramaturgische Herausforderung? Wie wurde die Hauptfigur, wie die Geschichte entwickelt und welche Freiräume konnten dabei genutzt werden? Welche Einschränkungen standen dagegen? Über die Herausforderungen und Erfahrungen sprechen wir mit der Produktionsdesignerin und dem Produzenten.

 

GÄSTE:
Anne Hofmann (Produktionsdesignerin)
Christian Berg (Medienboard Berlin-Brandenburg)
Jan Bonath (Produzent)

 

MODERATION:
Norbert Maass (VeDRA)